USA-Austausch 2010 des Schickhardt Gymnasiums
WENATCHEE - Noch völlig benommen von dem langen Flug steigen 17 deutsche Austauschschüler vor der High School aus den Autos und werden überschwänglich von ihren amerikanischen Gastfamilien begrüßt. Schnell haben sich die jeweiligen Austauschpartner gefunden.
Wir, die Schüler des SGHs, haben uns am Anfang des Jahres beim GAPP-Austauschprogramm beworben um für dreieinhalb Wochen nach Amerika zu gehen und so mehr über den „american way of life“ zu lernen. Begleitet wurden wir von unseren Lehrern Caroline Lenz und Marc Höfelein.
Gleich am nächsten Tag ging unser Schulalltag an der Wenatchee High School los. Das amerikanische Schulsystem hätten viele von uns am liebsten gleich nach Deutschland importiert. Die Schule began um 8.15 Uhr. Die Schüler wählen jedes Jahr 6 Fächer und haben jeden Tag den gleichen Stundenplan. Außerdem kann man so coole Fächer wie Sportmedizin, Journalismus und Inneneinrichtung wählen.
Am darauf folgenden Freitag wurden wir zu dem Wintersport in Amerika mitgenommen, Eishockey! Das Spiel war super spannend, zudem hatten fünf von uns die Ehre aufs Eis gebeten zu werden. Dort hat der Entertainer die Spielpause verkürzt, indem er unsere Leute „Reise nach Jerusalem“ hat spielen lassen. Die Gewinnerin, Nina Weidelehner, hat ein T-Shirt der „Wenatchee Wild“ mit Autogrammen bekommen.
Auch sonst wird Sport ganz groß geschrieben, jeden Freitag sind die Ränge des Football-Platzes voll besetzt und außergewöhnliche Fankleidung ist sehr häufig zu sehen.
Uns 16-jährige Deutsche hat es sehr beeindruckt, dass in Amerika schon mit 16 Auto gefahren werden darf. Spontane abendliche Treffen mit der ganzen Gruppe um Cookies zu backen und laut Musik hören waren so möglich.
Eine Wanderung auf den Saddle Rock gab uns die Möglichkeit Wenatchee von oben zu sehen und zu fotografieren.
Da unsere Lehrer natürlich immer darauf bedacht waren, dass wir etwas lernen, haben wir eine Apfelplantage und eine Packfabrik für Obst besucht. Wir stellten fest, dass die Einwohner von Washington sehr stolz auf ihre Äpfel sind.
Umweltfreundlicher Strom ist ein großes Thema in Wenatchee. Bei einer Besichtigung des „Rocky Reach Damms“, der diesen Strom produziert, war der Führer sehr begeistert davon Deutsche bei seiner Führung dabei zu haben und er hat sich auch entsprechend Mühe gegeben, diese interessant zu gestalten.
Halloween lag mitten in unserem Besuch in Amerika. Daher durfte natürlich auch das Kürbisschnitzen nicht fehlen. Das war mit viel Gelächter und einigen lustigen sowie gruseligen Kürbisgesichtern verbunden.
Nach dieser coolen Zeit war es richtig schwer, uns von unseren Austauschpartnern und den Gastfamilien zu verabschieden. Nach etlichen Abschiedsfotos und langen Abschiedsszenen sind wir dann aber doch zur geplanten 4-tägige Rundreise mit Endpunkt Seattle aufgebrochen.
Wir haben Washingtons Hauptstadt, Olympia, und das Regierungsgebäude besucht. Weiter ging es zum Mount St Helens, einem Vulkan der zuletzt in den 1980ern ausgebrochen ist.
In Seattle wohnten wir in einem Hostel genau im Zentrum, was uns natürlich sehr gefallen hat, da alle interessanten Orte in Laufweite waren.
Ein Museum der etwas anderen Art ist das „Experience Music Project“. Das Pacific Science Museum war unsere nächste Station, ein Blick von der Space Needle durfte natürlich auch nicht fehlen. Im Klondike Museum und bei der Undergroundtour erfuhren wir sehr viel Interessantes über Seattles Geschichte, von der Zeit des Goldrauschs, der Stadtgründung ,über explodierende Toiletten, bis hin zur heutigen Zeit. Zu unsrer aller Großen Freude hatten wir zusätzlich noch genug Zeit um shoppen zu gehen oder Seattle auf eigene Faust zu entdecken.
„Das war das Beste was ich bisher in meinem Leben gemacht habe“ sagten viele von uns über diesen Austausch.
11.11.2010 - Pia Kuhlmann








